Den Titel der Sonntagsbeilage von “Österreich” ziert heute das Bild von Madeleine, dem entführten Kind eines britischen Ärztepaares. Unter anderem ist auf diesem Titelbild auch Folgendes zu lesen:

Ausriss: “Österreich”
Dass der Fall “Maddie” besondere Parallelen zum Fall der Natascha Kampusch aufweist, ist eigentlich eine Neuheit. In beiden Fällen handelt es sich zwar um eine Entführung, mehr Ähnlichkeit ist aber auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Da interessiert dann natürlich, was “Österreich” im Blattinneren dazu zu sagen hat. Allerdings enttäuscht der knapp zwei Seiten lange Bericht und alles, was die RedakteurInnen von “Österreich” zu ihrer These präsentieren können, ist das:

Ausriss: “Österreich”
Darum also hier eine kleine Hilfestellung für zukünftige Vergleiche:
- Madeleine war zum Zeitpunkt ihres Verschwindes drei Jahre alt. Natascha Kampusch zehn.
- Madeleine verschwand, als sie mit ihren Eltern und Geschwistern in einer Ferienanlage an der Algarve Urlaub machte. Natascha Kampusch wurde in der Nähe ihres Zuhauses entführt.
- Madeleines Verschwinden löste ein gewaltiges Medienecho aus. Erst Natascha Kampuschs Flucht löste ein vergleichbares Interesse der internationalen Öffentlichkeit aus.
Und von der Besonderheit des Falls Natascha Kampusch, nämlich die sehr lange Zeit zwischen Entführung und Flucht, kann und sollte zu diesem Zeitpunkt natürlich überhaupt nicht die Rede sein.
Klar, “‘Maddie’ ist nicht die englische Natascha” hätte als Schlagzeile natürlich auch nicht besonders viel hergegeben.
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Den Titel der Sonntagsbeilage von "Österreich" ziert heute das Bild von Madeleine, dem entführten Kind eines britischen Ärztepaares. Unter anderem ist auf diesem Titelbild auch Folgendes zu lesen:
Ausriss: "Österreich"
Dass der Fall "Maddie" besondere Parallelen zum Fall der Natascha Kampusch aufweist, ist eigentlich eine Neuheit. In beiden Fällen handelt es sich zwar um eine Entführung, ...