Was für Badefreunde und Tierliebhaber

Wie unterschiedlich Schuldzuweisungen bei scheinbar eindeutigen Nachrichten sein können, zeigt folgendes Beispiel:

Im Standard ist heute diese kurze Meldung in der “Länderchronik” vermerkt:

Hund im Auto gelassen: Tier starb

Eisenstadt – Ein 38-jähriger Wiener hat am Donnerstag bei der Seebadanlage in Neusiedl am See seinen Hund stundenlang im Auto sitzen gelassen. Bei einer Außentemperatur von knapp 30 Grad heizte sich der Innenraum so stark auf, dass das Tier starb. Der Mann wurde wegen Verdachts der Tierquälerei angezeigt. (APA)

Die gleiche Nachricht sieht in der heutigen “Österreich” so aus:

Pekinese

Ausriss: “Österreich”

Nun sind Zeitungsberichte meist so aufgebaut, dass die wichtigsten Informationen zuerst stehen, um Artikel hinten kürzen zu können, wenn sie zu lang sind.

Am Anfang des Artikels heißt es deshalb im “Österreich”-Artikel:

Ein 3-jähriger brauner Pekinese musst im Auto qualvoll verenden, weil ihn die Familie nicht mit ins Strandbad Neusiedl am See nehmen durfte.

Und erst am Ende, und mit nur einem Satz weist “Österreich” darauf hin:

Der Wiener, der angab, immer wieder nach dem Hund gesehen zu haben, wurde wegen Tierquälerei angezeigt.

[Hervorhebung von uns]

Und selbst hier gelingt es “Österreich” die Schuldzuweisung abzuschwächen, wie unsere Hervorhebung zeigt.

Popularity: 3% [?]

  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Diigo
  • email
  • MisterWong.DE
  • Reddit
  • Tumblr
  • Twitter


 
 
 

Leave a Reply