Urlaubsmeldung
Medienschelte macht eine Woche Urlaub! Ab 06. August geht es wieder weiter, unter anderem mit dem Thema “Bleiberecht und KRONE” …
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Sicher, Leserbriefe spiegeln nicht zwingend die Meinung der Redaktion wider. Deshalb sei an dieser Stelle die KRONENZEITUNG auch nur höchstens indirekt kritisiert. Und noch vorweg: Ja, auch wir sind der Meinung, dass es gegenwärtig sehr viel schlimme Dinge auf dieser Welt gibt, wie zum Beispiel Kriege oder Terrorismus.
Charlotte B. schrieb aus diesem Grund ein kleines Gedicht an den Herausgeber, das am Sonntag abgedruckt wurde. Der Titel lautet: “Was ist das für eine schlimme Zeit”
Schön war´s im vorigen Jahrhundert, und jetzt geht´s drüber und drunter. Es gibt keine Treue und keine Ehr´, keinen Respekt und Achtung mehr.
[...]
Nicht´s keine Geborgenheit, was ist das für eine schlimme Zeit?
Und wir haben uns von der Geborgenheit des 20. Jahrhunderts gleich inspiriert gefühlt zu einem kurzen Brainstorming zum Thema “Letztes Jahrhundert”:
1. Weltkrieg, 2. Weltkrieg, Holocaust, Kalter Krieg, Atombombe, AIDS …
Das Jahrhundert also, das einer der bekanntesten Historiker Eric Hobsbawm in seinem berühmtesten Werk, als das Zeitalter der Extreme bezeichnet, dessen Autobiographie den Titel trägt: “Gefährliche Zeiten. Ein Leben im 20. Jahrhundert”
Ja, wie verschieden Wahrnehmungen doch sein können.
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Warum ÖSTERREICH am Samstag die Überschrift “Heiß wie nie: 39,5 Grad” wählte bleibt uns ein Rätsel. Denn wie es in dem dazugehörigen Artikel richtig heißt:
Ein neuer Hitze-Rekord schien programmiert, doch geworden ist daraus nichts.
Dafür blieb uns in dem Fall die Recherche erspart.
Und wenn der Hitze-Rekord auch programmiert schien, schätzten die meisten MeteorologInnen die Chance für einen neuen Hitzerekord eher gering, wie der STANDARD bereits am Freitag berichtete.
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Nach ca. 70 Tagen Medienschelte.at ist ein redaktionelles “Sorry” nötig. Unser Misstrauen gegenüber den Quellen der Tageszeitung ÖSTERREICH hatte uns dazu verleitet, die Existenz der “Society-Intima” Cindy Jackson in Frage zu stellen. Prompt reagierte ÖSTERREICH-Intimus Alfred und erklärte uns, dass Cindy Jackson nicht nur existiert, ja sogar ein Naheverhältnis zur Tageszeitung unterhält.
Nur Tage nach dieser Aufklärung brachte das Insider-Blatt “Seitenblicke Magazin” in seiner Juli-Ausgabe ein Interview mit besagter Cindy Jackson. Und wahrlich, die Dame unterhält nicht nur Naheverhältnisse zur Tageszeitung ÖSTERREICH, sondern auch zu diversen Mitgliedern der britischen High-Society. Auf die Frage, warum das so sei, meint Jackson:
Ich mache sehr viele große Charity-Veranstaltungen. Außerdem habe ich meine eigene, ganz natürliche Kosmetiklinie entwickelt.
Doch der wahre Knüller kommt erst: Die Dame überlegt ernsthaft einen Umzug vom mondänen London ins britische-High-Society-arme Österreich. Dazu wünschen wir ihr nur das Allerbeste und hoffen, dass diese Stärkung des Naheverhältnisses zu ÖSTERREICH sie nicht daran hindern wird, noch weiterhin über die Reichen und Schönen der Insel exklusiv berichten zu können.
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Gestern noch war ÖSTERREICH sehr stolz darauf, alle Geheimnisse des noch nicht erschienenen letzten Harry Potter Bandes verraten zu können. Und heute titelt ÖSTERREICH so:

Und im Blattinneren dann ein Artikel über die Potter-Diebe, die eigentlich gar keine Diebe waren. Ein Internet-Buchshop hatte versehentlich 1200 Exemplare zu früh versandt. Und eines dieser Bücher wurde dann abfotografiert und als Download im Internet bereitgestellt. ÖSTERREICH dazu:
Es handelte sich um die komplett abfotografierten 759 Seiten der US-Version des Buches, die bis gestern Mittag von 50.000 Potter-Fans als Download gelesen wurden. Seither kommt jede Sekunde (!) ein neuer Download eines Potter-Fans dazu. Das Resultat: Auch Hunderte Zeitungen weltweit – von der New York Times über Bild bis zu ÖSTERREICH – enthüllten schon gestern die so lange unter Verschluss gehaltenen Geheimnisse des Mega-Sellers.
[Hervorhebung von uns]
Eigentlich sehr löblich von ÖSTERREICH, sich so öffentlich zu einer illegalen Tätigkeit zu bekennen. Denn während der frühzeitige Versand der Ausgaben ein Versehen war, ist das Herunterladen einer Buchkopie aus dem Internet illegal. Die New York Times hatte nämlich ihre Buchkritik nicht auf Basis der raubkopierten Version aus dem Internet, sondern nach der Lektüre einer in einem New Yorker Buchladen erworbenen Ausgabe geschrieben.
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Die Gratiszeitung HEUTE druckte vor ein paar Tagen Fotos vom Besuch Natascha Kampuschs in einer Disco in Wien ab. ÖSTERREICH brachte einen Tag später eine Geschichte über diesen Besuch in der Disco, statt der aktuellen Fotos gab es ein altes Foto Kampuschs bei einer anderen Veranstaltung.
Nun möchte der Anwalt von Kampusch HEUTE verklagen, und diese Tatsache war auch ÖSTERREICH eine Meldung wert. Unter der Überschrift “Natscha-Klage [sic] wegen Disco-Fotos” steht da Folgendes:
In der Wiener Szene-Disco Passage zeigte sich das Entführungsopfer Natascha Kampusch (19) Arm in Arm mit einem feschen jungen Mann – und wurde von Fotograf Andreas Tischler überrascht. Der drückte auf den Auslöser seiner Kamera und bot die Fotos um mehrere tausend Euro an. ÖSTERREICH lehnte ab, weil das Privatleben des leidgeprüften Teenagers geschützt werden soll.
[Hervorhebung von uns]
Äh, ja. Zu diesem Schutz des Privatlebens gehört dann sicherlich auch, die Identität des Begleiters von Kampusch zu verraten, wie es ÖSTERREICH in seinem Artikel vom 17. Juli getan hat. Das passt irgendwie zum letzten Absatz des Artikels:
Untertags holt Natascha die Matura nach. Es scheint, als würde Natascha nach Jahren des Martyriums langsam beginnen, ein ganz normales Teenager-Leben zu führen. Mit allen Höhen und Tiefen.
Ja, wenn die Tiefen eines “normalen Teenager-Lebens” die sind, auf Schritt und Tritt von heuchlerischen Tageszeitungen verfolgt zu werden.
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Wer den Satz „Potter ist tot“ erwartet, den müssen wir leider enttäuschen. Wir werden an dieser Stelle selbstverständlich nichts verraten.
ÖSTERREICH hingegen bringt heute im LIFE&STYLE ein achtseitiges Harry-Potter-Spezial. Keine Zeitung in Österreich, soweit wir das überblicken, ist auf die veröffentlichte Kopie, die im Internet kursierte, eingestiegen.
Dieser Satz ist also insofern nicht unwahr:
Erstmals: Lesen Sie im Voraus alle Geheimnisse des neuen Potter – in ÖSTERREICH
ÖSTERREICH war die Sache sogar eine EXTRA-Farbbeilage wert. Ob das mit dem Verlag abgesprochen ist, wissen wir nicht, immerhin druckt LIFE&STYLE sogar fünf Bilder des vermeintlich echten Buches. Interessant ist aber, dass es im Text heißt, der Grund für die Sicherheits-Maßnahmen beim siebten Band sind deshalb so hoch, weil bereits der sechste Band gestohlen wurde.
Die Diebe boten das Buch englischen Zeitungen zum Kauf an. Diese stiegen – scheinbar – auf das Angebot ein. Bei der Übergabe klickten dann aber die Handschellen – die Redaktions-Bosse hatten sich mit der Polizei abgesprochen. Selbst den bekanntlich nicht zimperlichen britischen Tabloids war der Vorabdruck oder das Verraten der Handlung zu heiß.
[Hervorhebung von uns]

Ausriss: LIFE&STYLE
Worin nun der eigentliche Skandal liegt, darüber ließe sich mit Sicherheit streiten.
Gab es überhaupt einen legalen Weg sich das Buch zu besorgen?
In der ÖSTERREICH-Redaktion gab es gestern bei der Karibik-Hitze immerhin jede Menge Arbeit. Schließlich mussten 759 Seiten gelesen werden.
ÖSTERREICH las das im Internet veröffentlichte Buch Kapitel für Kapitel und liefert eine erste Zusammenfassung sowie Kritik.
Wäre nur allzu schön, wenn sich die ganze Geschichte als Fake herausstellen würde, ÖSTERREICH ist jedenfalls von der Echtheit überzeugt …
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Unfassbar: Hunde als lebendige Haifisch-Köder missbraucht
So betitelt ÖSTERREICH gestern einen Artikel über Hunde auf der französischen Insel Reunion, die angeblich als Haifisch-Köder benutzt werden. Dazu gibt’s dann auch noch ein Foto eines Hundes, dessen Schnauze von einem großen Haken durchbohrt ist, und ein Bild eines Hundes, der treuherzig in die Kamera spitzt. Als Quelle der Bilder gibt die Autorin Barbara Haas den Verein Windhunde in Not an.
Und was ein richtiger Knüller ist, das muss natürlich auch ein zweites Mal ins Blatt.
Hilfe für die Hai-Köder-Hunde
lautet der Titel des heutigen Beitrags. Das Bild des Hundes mit Haken wurde natürlich wieder abgedruckt. Als Anlass des diesmal anonym verfassten, wiedergekäuten Artikels nimmt ÖSTERREICH das Entsetzen vieler ÖSTERREICH-LeserInnen, die nun eine Patenschaft für die so grausam behandelten Hunde übernehmen wollen.
Aus dem gestrigen Artikel:
Der Verein Windhunde in Not rettet schon seit Jahren Vierbeiner aus Spanien, die nach verlorenen Rennen verbrannt oder ertränkt werden sollen. Im Zuge ihrer Arbeit mit internationalen Vereinen sind die Tierschützer jetzt allerdings auf noch Tragischeres gestoßen.
Komisch, dabei gab es ja schon im Oktober 2005 diesen Artikel in National Geographic, wo über diese Praxis berichtet wird, unter anderem auch mit dem Foto, das ÖSTERREICH gestern und heute abgedruckt hat.
Naja, in diesem Fall wäre es wahrscheinlich von ÖSTERREICH zu viel verlangt gewesen, zu schreiben, dass diese Meldungen über Hunde als Hai-Köder eher anekdotischen Charakter haben und dass es sich dabei nicht um eine gängige Praxis der in Reunion ansässigen Fischereiwirtschaft handelt.
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