Simpsons-Experten

DER STANDARD brachte in der gestrigen Ausgabe ein Interview mit dem Schöpfer der “Simpsons”, Matt Groening. Geführt wurde das Interview von Dieter Oßwald. In diesem Interview fielen u.a. folgende Sätze:

Uns hat der Stil von zweidimensionaler Animation schon immer gut gefallen, inzwischen ist das leider fast ausgestorben. Die Simpsons waren die letzte Show, die vollkommen von Hand gezeichnet wurde. Bis heute werden die Figuren und die Hintergründe bei uns auf diese Art gezeichnet, lediglich die Farben werden später digital eingefügt. Inzwischen ist es schwierig geworden, Künstler zu finden, die auf diese Weise noch arbeiten. Aber mir gefällt diese Nichtperfektion, das ist wie Jazz.

Oder nachdem Groening erzählt hat, dass der Plan für einen “Simpsons”-Kinofilm schon seit 1993 bestand, gibt Groening dann folgende Antwort auf die Frage, wieso der Film dann erst so spät gemacht wurde:

Wir hatten nicht genügend Leute, deswegen wurde das Projekt immer wieder verschoben. Im November 2003 fiel dann schließlich der Startschuss – und es hat vier lange Jahre gedauert, bis die Simpsons endlich auf die Leinwand kommen. Wir haben immer wieder neue Fassungen geschrieben, weil wir ein Produkt machen wollten, das dem Geist der TV-Serie gerecht wird.

Und in der heutigen Ausgabe von ÖSTERREICH steht ein Artikel der so betitelt wird:

“Die Simpsons? Sie sind wie guter Jazz”

Und im Aufmacher zum Artikel steht das:

ÖSTERREICH sprach mit Matt Groening, dem Erfinder der Simpsons, über den ersten Kinofilm seiner TV-Familie.

Und im Artikel ist dann dieses Zitat zu lesen:

Ich liebte schon immer die althergebrachte 2-D-Technik, und die Simpsons waren tatsächlich die letzte TV-Serie, die komplett von Hand gezeichnet wurde. Heute werden die Zeichnungen immer noch von Hand gemacht, aber dann in den Computer eingescannt und digital koloriert.

Und gleich darauf, in Bezug auf die Zeit die der Film auf sich warten hat lassen:

Der Plan existiert seit den frühen 90er Jahren. Damals hatten wir aber noch nicht die nötige Anzahl von Mitarbeitern, um das zu schaffen. Erst 2003 nahm das Projekt Gestalt an. Wir haben das Script sehr oft umgeschrieben, weil wir wollten, dass Die Simpsons – Der Film wirklich gut wird.

[Hervorhebungen in allen Zitaten von uns]

Interessant, dieser Zufall, dass genau einen Tag nach der Veröffentlichung des Interviews im STANDARD, ÖSTERREICH auch ein Gespräch mit Groening führt, das nicht nur die gleichen Fragen, sondern auch beinahe identische Antworten enthält.

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3 Responses to “Simpsons-Experten”

  1. Gravatar of michaela michaela
    16. July 2007 at 14:14

    yep, interessant. allerdings moechte ich zu bedenken geben, dass unternehmen oft mal pressegespraeche mit mehreren journalisten gleichzeitig arrangieren, also damit waere das auch zu erklaeren…

  2. Gravatar of Richard Richard
    16. July 2007 at 15:23

    Hallo Michaela, der Gedanke ist uns natürlich auch schon gekommen. Das Interview ist auch tatsächlich bei diversen anderen Internetseiten zu sehen, allerdings immer mit dem Hinweis auf den Interviewer, aus was zu schließen ist, dass das Interview wirklich nur von Oßwald geführt wurde.

    Die Möglichkeit, dass Oßwald das Interview für ÖSTERREICH lizenziert hat, besteht natürlich auch, allerdings hätten sie dann sicherlich das ganze Interview abgedruckt, nicht nur umgeschriebene Auszüge.

  3. Gravatar of michaela michaela
    17. July 2007 at 00:51

    jo, ich denke, oesterreich druckt, was irgendwie leser bringt, egal was und woher – womit eh wiedermal gezeigt wird, wie wichtig blogs wie eurer sind!

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