Über Sinn und Unsinn
Gestern noch war ÖSTERREICH sehr stolz darauf, alle Geheimnisse des noch nicht erschienenen letzten Harry Potter Bandes verraten zu können. Und heute titelt ÖSTERREICH so:

Und im Blattinneren dann ein Artikel über die Potter-Diebe, die eigentlich gar keine Diebe waren. Ein Internet-Buchshop hatte versehentlich 1200 Exemplare zu früh versandt. Und eines dieser Bücher wurde dann abfotografiert und als Download im Internet bereitgestellt. ÖSTERREICH dazu:
Es handelte sich um die komplett abfotografierten 759 Seiten der US-Version des Buches, die bis gestern Mittag von 50.000 Potter-Fans als Download gelesen wurden. Seither kommt jede Sekunde (!) ein neuer Download eines Potter-Fans dazu. Das Resultat: Auch Hunderte Zeitungen weltweit – von der New York Times über Bild bis zu ÖSTERREICH – enthüllten schon gestern die so lange unter Verschluss gehaltenen Geheimnisse des Mega-Sellers.
[Hervorhebung von uns]
Eigentlich sehr löblich von ÖSTERREICH, sich so öffentlich zu einer illegalen Tätigkeit zu bekennen. Denn während der frühzeitige Versand der Ausgaben ein Versehen war, ist das Herunterladen einer Buchkopie aus dem Internet illegal. Die New York Times hatte nämlich ihre Buchkritik nicht auf Basis der raubkopierten Version aus dem Internet, sondern nach der Lektüre einer in einem New Yorker Buchladen erworbenen Ausgabe geschrieben.
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