Spurensuche mit Widersprüchen

ÖSTERREICH und die KRONENZEITUNG gaben sich sehr viel Mühe die Vergangenheit des mutmaßlichen Kannibalen Robert A. (nur die KRONENZEITUNG verrät seinen Nachnamen) auszuforschen. Die beiden Zeitungen kommen allerdings zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

Kannibale_1

Ausriss: ÖSTERREICH

Bereits als 12-Jähriger war der mutmaßliche Kannibale von Wien in psychiatrischer Behandlung. Seine kaputte Seele ist vermutlich auch das Motiv für die Horrortat von Fünfhaus.

Zur Sicherheit zitiert ÖSTERREICH eine Mitarbeiterin des Jugendamtes und druckte ein kleines Interview mit einem Ermittler.

Tja, aber dafür sprach die KRONENZEITUNG exklusiv mit einem Freund der Familie, und der wusste ganz andere Dinge zu berichten.

Kannibale_3

Ausriss: KRONENZEITUNG, Unkenntlichmachung von uns

Lustig war er, fröhlich, ein normales Kind, das anderen Streiche spielte und die Schule schwänzte. “Und dann hat sich für Robert alles verändert”, sagt ein Freund der A[...]s. “Ab seinem 17. Geburtstag wurde er immer merkwürdiger …”

Eine der beiden Zeitungen hat da wohl nicht intensiv genug recherchiert gestern, so hat ÖSTERREICH immerhin fünf Jahre Vorsprung gegenüber der KRONENZEITUNG in ihrem Täter-”Psychogramm”, wobei andererseits ein Freund der Familie auch nicht schlecht ist.

To be continued …

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