Andersrum
Dass die KRONE weiß, wie mit der Bedrohung durch Minderheiten umzugehen ist, wissen wir. Damit wir das auch nie vergessen, versorgt uns die KRONE in regelmäßigen Abständen mit einer Auffrischung ihrer Ansichten. So auch gestern.
Denn wie am 3. Oktober verlautbart, will die SPÖ in Mariahilf unter der Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann, Schwulen, Lesben und Transgenderpersonen eine eigene Themensektion widmen. Dass diese willfährige Verwendung von Steuergeldern bei der KRONE auf Widerstand stößt, ist klar. Nebst einem kleinen Bericht über diesen Vorgang schreibt ein gewisser Peter Strasser auch einen Kommentar zum Thema. Darin ist u.a. das zu lesen:
Ein großes soziales Herz hat Mariahilfs Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann. So gründete sie eine eigene SPÖ-Sektion für Lesben, Schwule und sogenannte “Transgenderpersonen” – was immer dieser ach so fortschrittliche Begriff auch bedeuten mag.
Definition gefällig? Gibt’s hier oder auch hier. Und wenn Strasser das zu anstrengend ist, kann er ja auch einfach ein paar Seiten weiterblättern, schließlich verweigert die KRONE den Fortschritt ja nicht wenn es um einschlägige Anzeigen (und Geld) geht:

Fehlendes Wissen um die Materie hindert Strasser aber nicht daran, weiter zu schreiben:
Ganz andersrum ist die Situation aber immer dann, wenn es um die berechtigten Anliegen stinknormaler Bürger geht, die ihr Leben lang hart arbeiten, sich nie etwas zuschulden kommen lassen und brav Steuern zahlen – und damit auch die Frau Renate Kaufmann erhalten.
Ganz im Gegensatz zu Lesben, Schwulen und Transgenderpersonen, die ja bekanntermaßen gewöhnlich über seitenlange Vorstrafenregister verfügen, noch keinen Tag in ihrem Leben gearbeitet haben und sich dem Fiskus seit dem Zeitpunkt ihrer Geburt auf listige Art und Weise entziehen. Strasser scheint außerdem zu vergessen, dass alle andere Sektionen der SPÖ für genau jene “stinknormalen Bürger” existieren. Da nutzt es auch nichts, wieder mal auf den “Punk-Terror” in Mariahilf hinzuweisen:
Wenn nämlich, zum Beispiel, Bezirksbewohner bei Informationsveranstaltungen ihrem Ärger über den “Punk-Terror” in der Mariahilfer Straße Luft machen wollen, dann glänzt die Vorsteherin des 6. Bezirks durch Abwesenheit.
Genau wie eben jene Punks beim Lokalaugenschein der Krone.
[Sämtliche Hervorhebungen von uns]
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