Lieber Claus Pándi,
würde der KRONE-Kolumnist Jeannée wahrscheinlich schreiben, was haben Sie sich nur dabei gedacht mit ihrer E-Mail im Sommer 2005 an den Herrn Hofrat Horngacher.
Es ist mir unangenehm, aber ich brauche fachlichen Rat. Ich bin heute gegen 0.20 Uhr auf dem Gürtel in eine Radarfalle gefahren, was mich sehr ärgert, weil ich sonst als Schleicher verrufen bin . [...] Ich entschuldige mich jetzt schon, Sie mit diesem Unfug belästigt zu haben, aber sie wissen aus der Praxis sicher genau, wie ich da verfahren soll. (Falter, Nr. 43/07, S.8)
Seit Jahren predigen wir in der KRONENZEITUNG, dass wenigstens wir auf die Stimme des Volkes hören, und gegen die da Oben vertreten, weil ständig über uns drübergefahren wird. Was glauben Sie wohl, wie der durschnittliche Herr Österreicher in so einem Fall verfährt? Richtig, der muss halt das Strafmandat zahlen. Nicht besonders herzlich, Blitz-Zahl-Gruß.
So in etwa hätte eine Kolumne von Jeannée aussehen können, seit der Falter letzte Woche zum ersten Mal über die Polizei-Affäre berichtete. Einzig die KRONE verzichtete seitdem auf eine weitere Berichterstattung über den Fall.
Passend zum Thema KRONENZEITUNG, gestern sind im Rabenhof-Theater in Wien die Big-Brother-Awards vergeben worden. Der Preisträger in der Kategorie “Lebenslanges Ärgernis” ist Hans Dichand. In der Begründung heißt es:
Hans Dichand: Ein Leben als Manipulator der Republik
In den fast 50 Jahren seiner Regentschaft verstand er es mit seiner Zeitung die Politik und öffentliche Meinung in Österreich mehr als einmal entscheidend zu manipulieren. [...] Das Blatt reagiert auf Stimmungen und macht auch schon mal Stimmung – einige Menschen können davon ein bitteres Lied singen.
Wir gratulieren!
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