Archive for September 2008

 
 

Statistik und andere Zufälligkeiten

Interessant, was dabei rauskommt, wenn man die Krone-LeserbriefschreiberInnen statistisch untersucht:

Michaela Mojzis, ÖVP-Bundesgeschäftsführerin, veröffentlichte auf ihrem Blog die Statistik von Ernst Kohl, der zwei Jahre lang die Krone-LeserbriefschreiberInnen in einer  Tabellenkalkulation sammelte. Das Ergebnis: von 18 LeserbriefschreiberInnen wurden in den zwei Jahren 1882 Leserbriefe abgedruckt.

Zufall? Wohl kaum, wenngleich wir die Zahlen natürlich nicht verifizieren können. Aber immerhin findet das elektronische Zeitungsarchiv der APA Herrn Weinpolter (Spitzenreiter der Statistik) in dem Zeitraum 608 Mal.

Anlass zur KRONE-Kritik fanden auch die Blogger von 13ener Bashing, die sich einen der Leserbriefschreiber, “Johannes Abl”, etwas genauer anschauen.

[Mit Dank an Helge für den Hinweis]

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Meta: Kanzlertochter im Visier ÖSTERREICHs

Vorgestern brachte ÖSTERREICH als Thema des Tages eine Geschichte über Selina, die Tocher des noch amtierenden Bundeskanzlers Alfred Gusenbauer. Inhalt war deren angeblicher Rauswurf aus ihrer Schule. Gestern gab es dann schon eine weiterführende Geschichte, in der sich ÖSTERREICH Gedanken um den weiteren beruflichen Werdegang der Kanzlertochter machte.

Wie aber nun aus der PRESSE zu erfahren ist, handelt es sich bei der Geschichte über den angeblichen Rauswurf schlicht um eine Falschmeldung. Die von ÖSTERREICH aufgestellten Behauptungen, Selina müsste zum wiederholten Mal eine Klasse wiederholen, hätte außerdem Ratten in die Schule mitgebracht, sind laut Direktor der Schule unwahr.

Abgesehen von diesen falschen Behauptungen, gäbe es aber auch keine Legitimation für jedwede Berichterstattung über das Privatleben Selinas. Dazu aus dem Artikel der PRESSE:

Einen Presserat, der solche „Berichterstattung“ kritisieren müsste, gibt es nicht mehr. Stellt sich trotzdem die Frage: Sind Politikerkinder Personen öffentlichen Interesses? „Nein“, sagt Medienanwalt Michael Pilz klar. „Das ist eine Sauerei. Es gibt kein öffentliches Interesse daran. Das hat mit der beruflichen Tätigkeit ihres Vaters nichts zu tun. Die Bildnisveröffentlichung dient in diesem Fall offenbar auch nur der Verstärkung einer noch dazu unrichtigen Berichterstattung.“ Das betrifft also auch ihre schulische Laufbahn? „Ob sie hinausgeworfen wurde oder nicht – das betrifft den höchstpersönlichen Lebensbereich. In ihrem Fall besonders, geprägt von all der Vorberichterstattung. Das ist kreditschädigend und ehrenrührig.“

(Hervorhebung von uns)

Laut der Mutter wurden juristische Schritte bereits eingeleitet, maximale Strafzahlung im Falle eines Schuldspruches wären 20,000 Euro. Dass sich ÖSTERREICH davon wahrscheinlich nicht beeindrucken lässt, zeigt schon die Tatsache, dass Wolfgang Fellner für manche Geschichten schon mal 15,000 Euro veranschlagt.

(Mit Dank an Robert für den Hinweis!)

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Meta: Wer hat Angst vor Onkel Hans?

Max Kossatz über “Onkel Hans“, die Initiative für Meinungspluralismus in Österreichs Medienlandschaft :

Sorry, so sehr ich das “Monopol” der Krone hinterfragen würde, aber das ist sicherlich einer der dümmsten Aktion des bisherigen Wahlkampfes…

Den ganzen Beitrag gibt’s hier.

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