Archive for June 2009

 
 

Außenschelte: Wenn die KRONE über Abschiebungen empört ist

Auf “Wut im Bauch” findet sich heute ein interessanter Beitrag zur KRONE und der überraschend lautstarken Empörung über eine Abschiebung:

Oft liest mensch in der Krone von zu lascher Asylpolitik, von Kriminalitätstourismus und dem Ruf des Volkes nach Mehr für ÖsterreicherInnen und Weniger für “Fremde”.

Doch die Krone kann auch anders.

Der Aufenthalt [...] war also nur von kurzer Dauer: Bereits Mittwoch früh saßen [sie] wieder in einer Hercules-Maschine und flogen heim nach Afrika. Bei der “Krone” [...] liefen die Telefone heiß: “Die Leute sind [...] erbost über den Rückflug. Das ist das Todesurteil [...], so “Krone” [...] Lady Maggie Entenfellner.
[Kronenzeitung]

Da kann mensch wieder sehen, so ganz böse kann dieses Blatt doch gar nicht sein.

Leider ist das dann doch zu schön um wahr zu sein. Klicken Sie hier um herauszufinden was es mit der Kehrtwende der KRONE wirklich auf sich hat.

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1000 Tage ÖSTERREICH

Passend zum gestrigen Feiertag feierte sich ÖSTERREICH auch gleich selbst. In einer farbigen Beilage wurde die 1000. Ausgabe verkündet, komplett mit Jubelmeldungen aus der Redaktion, salbungsvollen Worten aus Politik, Medien und Sport und einer Sammlung der besten Stories ÖSTERREICHs der letzten 1000 Ausgaben.

Auch wir gratulieren natürlich zu dieser Leistung, wollen es uns aber nicht nehmen lassen, den von ÖSTERREICH aufgezählten Stories ein paar hinzuzufügen. Schließlich sollten ja auch die kreativen Leistungen der ÖSTERREICHischen Redaktion bedacht werden:

  • Die Posse um die Flickschen Sargräuber, durch ÖSTERREICH um eine spannend zu lesende, aber schlussendlich völlig falsche Episode erweitert.
  • Die Enttarnung des Kriegsverbrechers Radovan Karadzic, den ÖSTERREICH kurzerhand als Wunderheiler nach Wien verfrachtete, nur um dann die Schuld an der Presseente auf den Informanten zu laden.
  • Selbst die Flucht aus Österreich schützt nicht vor den gnadenlosen Enthüllungen ÖSTERREICHs. So vermeldete ÖSTERREICH im Dezember des Vorjahres  die Heimkehr des jahrelang flüchtigen Tibor Foco als Exklusivmeldung. Dass sich dieser trotzdem nie in Österreich sehen ließ, verwunderte schlussendlich niemanden.
  • Und fehlen darf natürlich auch nicht die Affäre um die Bestellung des neuen Direktors der Wiener Staatsoper. ÖSTERREICH war sich seiner Sache da einfach zu sicher, und als sich Neil Shicoff nicht als der neue Direktor herausstellte, wälzte ÖSTERREICH die Schuld einfach auf einen anderen ab. Diesmal allerdings nicht auf einen unbekannten Informanten, sondern gleich auf den Bundeskanzler.

Wir freuen uns auf jeden Fall auf 1000 weitere spannende Tage mit ÖSTERREICH.

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