Hat die Krone die SPÖ übernommen?

Ein interessantes Interview mit Grünen-Chef Alexander Van der Bellen gibt es im heutigen STANDARD zu lesen. Angesprochen auf das Verhältnis KRONENZEITUNG und SPÖ-Chef Faymann meint Van der Bellen:

Bei der Symbiose Kronen Zeitung und SPÖ stellt sich die Frage: Wer führt hier wen? Die SPÖ hat die Krone zweifellos nicht übernommen. Aber hat die Krone die SPÖ übernommen?

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Der doppelte Dichand: “Satire kann viel bewegen “

Dichands bloggen. Noch ist der Fälscher nicht enttarnt und bei der KRONENZEITUNG der Ärger groß. Bis Montag wird das wohl auch noch so bleiben, denn erst dann lädt der satirische Doppelgänger zur Pressekonferenz mit Guglhupf.

Um die Wartezeit ein wenig zu verkürzen und die Spannung zu erhöhen, hat der doppelte Dichand die Einladung der Medienschelte angenommen und ein paar Fragen für uns beantwortet.

Die KRONE sucht ihn also noch, wir haben ihn.

In den Worten ÖSTERREICHs: Irre! Das erste exklusive Interview!

Medienschelte: Warum bloggen Sie?

“Hans Dichand”: Darauf kann ich nur sagen: Warum nicht? Wir haben uns das Recht auf freie Meinungsäußerung, auf Satire, auf politischen Kommentar, auf kreativen Umgang mit der Gegenwart teuer und hart erkämpft. Ein Tor, wer es nicht nützt.

Medienschelte: Was sagen Sie zur derzeitigen Verwirrung um den Dichand-Fälscher. Was ist der andere jetzt, ein Co-Dichand, Doppelgänger oder Fälscher??

“Hans Dichand”: Ich möchte das mit den Worten von Herrn Traxler beantworten – Er ist mein “originärer Doppelgänger”. Natürlich will ich ihm weder seinen Namen, noch seine Leistungen im Rahmen der Krone absprechen. Auf eine Art ist er fast ein weit entferntes Vorbild.

Medienschelte: Sie schreiben an den Herrn Traxler (DER STANDARD) vom Blattsalat, dass Sie zwar viel mit Ihrem Doppelgänger teilen, aber doch noch unterschiedliche Gedankengänge und Prioritäten haben. Welche wären das?

“Hans Dichand”: Uns unterscheiden vor allem unsere Ansichten über Europa, Fragen der Wirtschaft und der Migrationspolitik. Mein Co-Dichand nimmt hier erwartungsgemäß konservative Positionen ein, ich sehe das alles etwas liberaler. Auch glaube ich nicht an die massive Bedrohung durch Ost-Banden, oder die Bedrohung unserer Demokratie durch die europäische Union. Ausserdem mag ich Katzen lieber als Hunde.

Medienschelte: In der KRONE wurde angekündigt, dass der Fälscher entlarvt werden soll. Was erwarten Sie von dieser Aktion? Warum, denken Sie, gibt’s überhaupt diesen Aufruhr, wo es doch den Disclaimer gibt?

“Hans Dichand”: Ich denke, hier geht es vor allem um ein Versprechen an seine Leser, und natürlich um eine Klarstellung, wer denn nun wer ist, auch wie das, wie sie richtig fragen, durch den Disclaimer eigentlich klar ist. Ich kann natürlich nicht in den Kopf meines Co-Dichand hineinsehen, aber ich vermute, er wollte auch einfach auf den, wenn sie mir das nicht ganz passende Wort erlauben, “Pflanz” reagieren.

Medienschelte: Wie wichtig ist Satire im Umgang mit Boulevardmedien, insbesondere im Umgang mit der KRONE?

“Hans Dichand”: Satire ist eines der wichtigsten Stilmittel überhaupt. Sie erlaubt den kritischen Umgang mit Zeitgeschehen und sozio-kultur-ökonomischen Themen, ohne dass man in die Barbarei der Beleidigung abrutschen muss. Eine gut geschriebene Satire kann viel bewegen. Mein Co-Dichand legt ja bekannterweise Wert darauf, dass die Krone kein Boulevardmedium ist. Wie dem auch sei: Gerade dem Boulevard, der uns auf seine bekannte Art begegnet, sollte man mit der feinen Klinge des gespitzten Wortes begegnen.

Medienschelte: Cato, der Ältere schaut aus der Seite heraus. Wo sieht er hin? Wo sehen Sie den Blog in einigen Monaten?

“Hans Dichand”: Marcus Porcius Cato der Ältere schied ja schon vor über 2000 Jahren von uns, insofern fürchte ich, seine Aussicht ist unserem Begreifen verschlossen. Mein kleines Blog wird jedenfalls, so es in ein paar Monaten noch existiert, eine Wandlung nehmen – speziell, da ich mich entschlossen habe, kommenden Montag das Rätsel um meine Identität zu lüften. Wenn danach noch ein Interesse an den Worten eines falschen Hans Dichand besteht, wird die Seite natürlich weiterbestehen, und ich habe auch schon ein paar Gedanken dazu, die ich aber aus verständlichen Gründen noch nicht offenlegen will.

Wir bedanken uns für die Beantwortung der Fragen.

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Wolfgang Fellner in aller Bescheidenheit: “Nur die Zeitung”

Vielleicht muss Wolfgang Fellner ja selber schmunzeln, wenn er an das Interview zurückdenkt, das er im April 2006, vor der ÖSTERREICH Markteinführung gegeben hat.

Eineinhalb Jahre später wirken nicht wenige Aussagen von Wolfgang Fellner ein bißchen überholt.

Bei diesem EXTRADIENST-Interview antwortete er auf die Frage, was es zum ÖSTEREICH-Abo dazu geben wird:

Gar nichts.

Da war der Interviewer wahrscheinlich kurz ratlos. Gilt Wolfgang Fellner in Österreich schließlich als der Erfinder der Abo-Zugaben.

Das ist so. Bei mir gibt´s nur das Abo. Man muss es immer anders machen als alle geglaubt haben. Nur als Start-Abonnent werden Sie einige Vorteile haben. Alle Leute, die gedacht haben, ich mache jetzt wie der Kurier oder die Krone einen Gemischtwarenladen auf, haben sich eben getäuscht.

Also gut, keine Zugaben, also auch kein Eigenheim zum Abo?

Es gibt nur die Zeitung.

Und für die Zukunft, fragt EXTRADIENST?

Das heißt nicht, dass es nicht im Laufe des Erscheinens überraschende Angebote geben wird, die werden aber anders sein. Einen Wasserfilter wie der Kurier werde ich nicht dazugeben.

Also gut, keine Wasserfilter und Eigenheime zum Abo. Eine Verramschung von Unsinn nennt Fellner das. Er will ja keine Gemichtwarenhandlung.

Wen sollen Dinge, die man sich woanders billiger kaufen kann, zu Wahnsinnspreisen interessieren?

Stimmt.

Geschenke ÖSTERREICH

Eineinhalb Jahre später gibt es nicht nur die Vignette oder den iPod für nur drei Euro im Monat, auch ein Mini-TV mit DVD-Player für nur zehn Euro im Monat (jeweils mit 12 Monaten ÖSTERREICH-Abo) ist zu haben. Oder ein Traumhaus wurde bei einem Gewinnspiel verschenkt, für vier Wochen gratis Abo.

Die Vignette, so erklärt uns Skifahr-Legende Franz Klammer derzeit in doppelseitigen Anzeigen, gibt es bei einem Zwei-Jahres-Abo sogar kostenlos. Keine Sorge, dafür gibt es zum Abo-Preis von 11,90 Euro/Monat jeden Samstag MADONNA noch dazu, gratis sozusagen. Obwohl, hat sich doch der Abo-Preis seit dem MADONNA-Start um zwei Euro erhöht.

Um zur Überschrift zurückzukommen, eine Frage:

Wie schaffe ich es am Samstag ÖSTERREICH zu lesen, ohne gleichzeitig MADONNA kaufen zu müssen?

Noch ein Tip für alle, die ÖSTERREICH heute nicht gelesen haben. Am Donnerstag gibt es zur Tageszeitung mit Scheck ein Kochbuch und am Freitag eine CD für einen Euro dazu.

Buch und CD ÖSTERREICH

Das Angebot am Donnerstag ist allerdings nur für Menschen interessant, die nicht schon das Drei-Monats-Abo für 29,90 Euro + 9 Kochbücher bestellt haben.

Kochbücher ÖSTERREICH

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