Wenn der Boulevard schmollt

Zur Erinnerung: Vor knapp zwei Wochen war ÖSTERREICH davon überzeugt, den Fall um den entführten Leichnam des Milliardärs Flick gelöst zu haben.

Trotz großem Aufmacher inklusive Abenteuerbericht einer Reise an den Flughafen von Malaga konnte weder ein COBRA-Einsatz, noch der bereits abgetauchte Informant die Geschichte bestätigen.

ÖSTERREICH versuchte an den darauffolgenden Tagen, noch ein wenig Kapital aus der Story zu schlagen, meldete zum Beispiel, dass nun die Witwe eine Belohnung von 100,000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgesetzt habe. Leider waren weder die Witwe noch die Polizei der Meinung, der Hinweis des geheimnisvollen Informanten sei die heißeste Spur zu den Entführern.

Wie sehr das den Stolz der ÖSTERREICHischen AufdeckerInnen verletzt haben muss, wird erst in der heutigen Ausgabe ersichtlich. Auf Seite drei finden sich, wie in jeder Ausgabe, die grenzwertig dummen Aussagen des sogenannten “Plapper-Geiers”. Darunter auch diese:

Langsam glaub i, die Familie Flick zahlt erst dann a Lösegeld, wann s’ a Lebenszeichen vom Entführten kriagt.

So sieht wohl sensibler Journalismus aus.

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