Ein Quantum voller Fehler

Da sich die “Life&Style”-Beilage von ÖSTERREICH noch nie durch wahnwitzig hohe Qualität ausgezeichnet hat, ist es nicht verwunderlich, dass sich heute darin ein halbgarer Artikel über angebliche Fehler im neuesten James Bond Film findet.

Dort schreibt Thomas Zeidler, ansonsten eher der Mann fürs Grobe in der Musikredaktion, dass Cineasten schon über den Film als ein “Quantum voller Fehler” unkten. Abgesehen von der eher mangelhaften Begabung der angesprochenen Cineasten, was schmissige Verballhornungen von Filmtiteln angeht, stellen sich die von Zeidler beschriebenen Fehler großteils als, nun ja, fehlerhaft heraus.

So mokiert sich Zeidler darüber, dass im Film der Bregenzer Flughafen angeflogen wird, wo der doch gar nicht existiert! Oder dass anstatt tatsächlich in Bolivien und Haiti, nur in Panama gedreht wurde. Allein die Tatsache, dass Daniel Craig in Wirklichkeit nicht James Bond ist, lässt Zeidler großzügig durchgehen.

Ebenso beanstandet er, dass Bond während einer Actionsequenz in Bolivien zu schwitzen anfängt, was angesichts einer Außentemperatur von 8 Grad Celsius ja unmöglich sei. Zu dumm nur, dass dieser angebliche Fehler auf der einschlägigen Website Moviemistakes.com, von der Zeidler seine Informationen wohl auch bezogen hat, schon als korrigiert gilt. Es sind nämlich 18, nicht 8 Grad. Was selbst einem Agenten wie Bond den Schweiß auf die Stirn treiben dürfte.

Übrigens, “Ein Quantum voller Fehler” hält momentan bei 13 bestätigten Fehlern. “Casino Royale”, der Vorgänger, bei 51. Kurzes Gedächtnis haben sie, diese Cineasten.

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